1. Hoch auf dem gelben Wagen sitz ich beim Schwager vorn.
Vorwärts die Rosse traben, lustig schmettert das Horn.
Felder, Wiesen und Auen, leuchtendes ährengold:
Ich möchte so gerne noch schauen, aber der Wagen, der rollt.
2. Postillion in der Schänke füttert die Rosse im Flug.
Schäumendes Gerstengetränke reicht mir der Wirt im Krug.
Hinter den Fensterscheiben lacht ein Gesicht so hold.
Ich möchte so gerne noch bleiben, aber der Wagen, der rollt.
3. Flöten hör ich und Geigen, lustiges Bassgebrumm.
Junges Volk im Reigen tanzt um die Linde herum,
wirbelt wie Blätter im Winde, jauchzt und lacht und tollt.
Ich bliebe so gern bei der Linde, aber der Wagen rollt.
4. Sitzt einmal ein Gerippe dort bei dem Schwager vorn,
Schwingt statt der Peitsche die Hippe, Stundenglas statt Horn,
sag ich: Ade nun, ihr Lieben, die ihr nicht mitfahren wollt,
ich wär ja so gern noch geblieben, aber der Wagen rollt.
1. Kein schöner Land in dieser Zeit
als hier das unsre weit und breit,
wo wir uns finden wohl untern Linden
zur Abendzeit.
2. Da haben wir so manche Stund
gesessen da in froher Rund
und taten singen, die Lieder klingen
im Eichengrund.
3. Dass wir uns hier in diesem Tal
noch treffen so viel hundertmal,
Gott mag es schenken, Gott mag es lenken,
er hat die Gnad.
4. Jetzt, Brüder, eine gute Nacht,
der Herr im hohen Himmel wacht;
in seiner Güten uns zu behüten,
ist er bedacht!
1. Horch was kommt von draußen 'rein - Hollahi Hollaho
Wird wohl mein fein's Liebchen sein - Hollahi-haho
Geht vorbei und schaut nicht 'rein - Hollahi Hollaho
Wird's wohl nicht gewesen sein - Hollahi-haho
2. Leute haben's oft gesagt - Hollahi Hollaho
Dass ich ein fein's Liebchen hab - Hollahi-haho
Lass sie reden schweig fein still - Hollahi Hollaho
Kann ja lieben wen ich will - Hollahi-haho
4. Wenn mein Liebchen Hochzeit hat, - Hollahi Hollaho
Ist für mich ein Trauertag. - Hollahi-haho
Geh ich in mein Kämmerlein, - Hollahi Hollaho
Trage meinen Schmerz allein. - Hollahi-haho
5. Wenn ich dann gestorben bin, - Hollahi Hollaho
Trägt man mich zum Grabe hin. - Hollahi-haho
Setzt mir keinen Leichenstein, - Hollahi Hollaho
Pflanzt mir drauf Vergissnichtmein. - Hollahi-haho
1. Wenn alle Brünnlein fließen,
So muß man trinken,
Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf,
Tu ich ihm winken,
Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf,
Ju, ja, rufen darf,
Tu ich ihm winken.
2. Ja winken mit den Äugelein
Und treten auf den Fuß;
Ist eine in der Stube drin,
Die meine werden muß,
Ist eine in der Stube drin,
Ju, ja, Stube drin,
Die meine werden muß.
3. Warum soll sie’s nicht werden?
Ich hab sie ja so gern;
Sie hat zwei blaue Äugelein,
Die leuchten wie zwei Stern,
Sie hat zwei blaue Äugelein,
Ju, ja, Äugelein,
Die leuchten wie zwei Stern.
4. Sie hat zwei rote Wängelein,
Sind röter als der Wein;
Ein solches Mädel findst du nicht
Wohl unterm Sonnenschein;
Ein solches Mädchen findst du nicht,
Ju, ja, findst du nicht,
Wohl unterm Sonnenschein.
1. Die Gedanken sind frei!
Wer kann sie erraten?
Sie fliehen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
2. Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
3. Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
4. Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
1. Hab mein Wage voll gelade,
voll mit alten Weibsen.
Als wir in die Stadt 'nein kamen,
hub'n sie an zu keifen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Weibsen auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hü-ja-hü, hü, Schimmel, hü!
2. Hab mein Wage voll gelade,
voll mit Männern, alten.
Als wir in die Stadt 'nein kamen,
murrten sie und schalten.
Drum lad ich all mein Lebetage
nie alte Männer auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hü-ja-hü, hü, Schimmel, hü!
3. Hab mein Wage voll gelade,
voll mit jungen Mädchen.
Als wir zu dem Tor 'nein kamen,
sangen sie durch's Städtchen.
Drum lad ich all mein Lebetage
nur junge Mädchen auf mein Wage.
Hü, Schimmel, hü-ja-hü, hü, Schimmel, hü!
Der Frühling kehrt wieder
Es spielet der Hirte
Auf seiner Schalmei
tra-la-la-la-la-la-la-la-a
tra-la-la-la-la-la-la-laa.